AZUBIYO Blog: Online-Magazin für Bewerbung & BerufswahlBewerbungstippsVermeidet sie: Die 5 größten Fehler bei der Online-Bewerbung!

Vermeidet sie: Die 5 größten Fehler bei der Online-Bewerbung!

Die Onlinebewerbung ist heutzutage der Normalfall…

Fehler bei der Online-BewerbungDie Onlinebewerbung ist die heute übliche Form der Bewerbung. Nur in wenigen Fällen müsst ihr euch mit einer Bewerbungsmappe bewerben. Dies ist der Fall, wenn dies explizit in der Stellenanzeige gefordert ist oder ihr eure Bewerbung persönlich übergeben müsst. Ganz gleich, ob ihr euch für eine Praktikumsstelle, Ausbildungsstelle oder ein Studium bewerben möchtet, mit großer Wahrscheinlichkeit müsst ihr dies online machen. 2 mögliche Bewerbungsformen gibt es bei der Onlinebewerbung: die Bewerbung per E-Mail und die Bewerbung über ein Onlinebewerbungssystem. Daher werden wir uns auf die Onlinebewerbung konzentrieren und euch die größten Fehler zeigen, damit ihr diese bei eurer Bewerbung vermeiden könnt. Denn eine Onlinebewerbung erfordert immer ein sehr hohes Maß an Sorgfalt!

Fehler Nr. 1: Eine unpassende E-Mail-Adresse

Bereits bei der Wahl einer E-Mail-Adresse für die Bewerbung müsst ihr aufpassen! Bitte vermeidet E-Mail-Adressen, welche allzu informell und lässig wirken. E-Mail-Adressen der Art „Honey95@…“, „Party97@…“ oder „Maus96@…“ passen einfach nicht zur Onlinebewerbung. Wählt lieber eine E-Mail-Adresse wie „Maxi.Musterfrau@…“, „Max.Mustermann@…“ oder „M.Musterfrau@…“. Diese sind hingegen bestens geeignet. Ihr könnt die üblichen E-Mail-Anbieter für eure „offizielle“ E-Mail-Adresse nutzen.

Fehler Nr. 2: Eine zu allgemeine Betreff-Zeile bei der E-Mail-Bewerbung

Die Betreffzeile nur mit dem Wort „Bewerbung“ ist nicht ausreichend für eine Bewerbungsmail. Der Leser wüsste so nicht, für welche Stelle ihr euch bewerben möchtet. Bitte verwendet die korrekte Bezeichnung der Stelle und – falls vorhanden – die Referenznummer, welche in der Stellenausschreibung genannt ist. Folgende Beispiele zeigen, wie eine gute Betreff-Zeile aussehen könnte: „Bewerbung als Praktikantin in der Logistikabteilung“, „Bewerbung – StellenNr. 123-2014“ oder „Bewerbung – RefNr. 123/2014 – Mitarbeiterin im Marketing“. So macht eure E-Mail im Briefkasten der Personalabteilung schon einmal einen guten Eindruck!

Fehler Nr. 3: Falscher Ansprechpartner in der E-Mail

Wichtig bei eurer E-Mail-Bewerbung ist es, darin die / den korrekte(n) Ansprechpartner(in) anzusprechen. Ist ein entsprechender Name in der Stellenanzeige genannt, so schreibt bitte diese Person mit „Sehr geehrte Frau Mustermann, …“ oder „Sehr geehrter Herr Mustermann, …“ an. Wenn kein Name angegeben wird und ihr auch auf der Unternehmens-Website keine(n) Zuständige(n) finden könnt, wählt bitte die allgemeine Anredeform „Sehr geehrte Damen und Herren, …“.

Fehler Nr. 4: Die Anforderung einer Empfangsbestätigung

Als Bewerber(in) möchtet ihr natürlich möglichst schnell wissen, ob eure Bewerbung schon gelesen worden ist. Die Anforderung einer Empfangsbestätigung über euer E-Mail-Programm könnte euch hier helfen. Doch leider kann man die Empfangsbestätigung bei der Onlinebewerbung nicht empfehlen. Die / der Personalbearbeiter(in) könnte sich kontrolliert und unter Druck gesetzt fühlen. Das wäre sehr schlecht. Bitte vermeidet daher die Verwendung einer Empfangsbestätigung! Freundliches Nachfragen bezüglich der eigenen Bewerbung ist nach ca. 4 Wochen ohne Rückmeldung in Ordnung. Leider dauert es oftmals recht lange, bis ihr eine Antwort erhaltet.

Fehler Nr. 5: Zu große und schlecht benannte Dateien

Ganz gleich, ob ihr euch über ein Onlinebewerbungssystem oder per E-Mail bewerbt, eure Bewerbungsunterlagen sollten im PDF-Format vorliegen. Die Bewerbungsunterlagen bestehen dabei aus eurem Bewerbungsanschreiben, eurem Lebenslauf und euren Zeugnissen und Nachweisen als Zeugnisanlage. Ein Deckblatt müsst ihr für die Onlinebewerbung nicht erstellen. Bei den meisten Onlinebewerbungssystemen werdet ihr – bevor ihr eure Bewerbung hochladet – auf die maximalen Dateigrößen hingewiesen. In der Regel liegen diese bei ca. 2 – 3 MB. Mit eurem Anschreiben und Lebenslauf dürftet ihr mit einem Freeware „PDF-Drucker“ (z.B. PDF Creator) keine Probleme in Bezug auf die Dateigröße bekommen, bei den Zeugnissen schon eher. Bitte wählt bei eurer Scansoftware eine mittlere Qualitätsstufe aus. Wenn die PDF-Datei immer noch zu groß ist, könnt ihr mit dem PDF-Drucker verschiedene Einstellungen für die PDF-Ausgabe ausprobieren und so zum optimalen Ergebnis kommen. Wir haben gute Erfahrungen mit einer Auflösung von 150 dpi gemacht. Eure Scans können ruhig schwarz-weiß sein. Das ist für die Bewerbung vollkommen ausreichend. Bitte achtet auch auf die Benennung eurer Bewerbungsdateien. Die Bezeichnungen „Anschreiben.pdf“, „Lebenslauf.pdf“ und „Zeugnisanlage.pdf“ lassen sich von der / dem Personaler(in) nicht gut archivieren. Bezeichnet die Dateien besser in der folgenden Art: „Anschreiben-Mustermann.pdf“ oder „Anschreiben-MustermannMaxi.pdf“. So hinterlasst ihr einen positiven Eindruck, da ihr euch auch um die Arbeitsprozesse in der Personalabteilung Gedanken gemacht habt.

Vermeidet diese Fehler und die erste Hürde ist genommen!

Wenn ihr die oben genannten Fehler vermeidet, könnt ihr euch ziemlich sicher sein, dass eure Bewerbung eine Chance hat, gelesen zu werden. Das ist die erste Hürde bei der Bewerbung und die habt ihr dann schon einmal erfolgreich genommen. Wir wünschen euch viel Bewerbungserfolg!

Zum Autor

Till TauberTill Tauber ist professioneller Bewerbungsschreiber und hilft mit dem kostenpflichtigen TT Bewerbungsservice zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern bei der Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen. Auf seiner Website gibt es viele kostenlose Informationen rund um das Thema Bewerbung und ihr könnt euch kostenfreie Muster für Bewerbungs- deckblätter downloaden.

 

Bildnachweis „Kuvert mit @-Zeichen“: ©Erwin Wodicka – Fotolia

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(13 Beiträge)

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Kommentare

  1. Sandra

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin jetzt irgendwie ein wenig verwirrt und verunsichert. Oben in dem Artikel steht, dass ich keine Empfangsbestätigung anfordern soll.

    Die Seiten hier sehen das aber wieder etwas anders und raten dazu:

    http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/arbeit-bei-bewerbung-per-e-mail-lesebestaetigung-anfordern_aid_1017718.html
    https://www.peopleatventure.de/online-bewerbung

    Was ist denn nun richtig? Liebe Grüße Sandy

    5. April 2016 um 15:58
    1. Redaktion
      Redaktion

      Hallo Sandra,
      richtig oder falsch gibt es bei diesem Thema leider nicht :) Genau wie die von dir genannten Artikel geben wir eine Empfehlung ab. Letztendlich musst du selbst entscheiden, wie du vorgehst. Aus unserer Erfahrung kommen Lesebestätigungen bei Personalern meist nicht so gut an. Solltest du nach 3 bis 4 Wochen noch nichts gehört und auch keine Eingangsbestätigung erhalten haben, könntest du telefonisch nachfragen, ob deine Bewerbung eingegangen ist.
      Viel Erfolg beim Bewerben!
      LG Michaela von AZUBIYO

      6. April 2016 um 18:14

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