Bewerbungstipps Bewerbungstrends 2015

Bewerbungstrends 2015

Bewerbungstrends 2015

Klar kennst du die Trends im Bereich Technik, Mode und Style – aber wie sieht es mit deiner Bewerbung aus? Kennst du auch die Bewerbungstrends, die dieses Jahr auf dich zukommen werden? Wenn nicht, dann wird es Zeit, dass du dich hier einmal informierst!

Viele hegen noch immer den Grundgedanken, dass sich an einer Bewerbung nicht viel verändern kann. Natürlich bleiben die Elemente, die deine Bewerbung ausmachen, bestehen: Anschreiben, Deckblatt (optional), Lebenslauf, dein Motivationsschreiben und im Anschluss die Zeugnisse. Es ist für dich natürlich auch keine Neuigkeit, dass der Lebenslauf antichronologisch geschrieben wird, das Anschreiben nicht mehr als eine Seite umfassen sollte. All‘ diese Kleinigkeiten sind dir bekannt.

Aber weißt du auch, dass eine Bewerbung mehr sein kann?

In erster Linie solltest du dir vor Augen halten, dass du bei einem Unternehmen mit deiner Bewerbung Werbung für dich selbst machst – dementsprechend solltest du dich im besten Licht darstellen. Es gibt jedoch zwei weitere Faktoren, welche eine gelungene Eigenwerbung ausmachen: Auffallen und Herausstechen – im Fall deiner Bewerbung natürlich positiv.

Damit Bewerber Firmen von sich überzeugen können, lassen sie sich immer wieder neue Methoden einfallen, um die Aufmerksamkeit von Personalern zu gewinnen. Manche Ideen davon sind sogar in so überzeugend, dass sie zu Bewerbungstrends werden – Trends, die wir dir für dieses Jahr vorstellen möchten!

Trend Nr. 1: Die Online-Bewerbung bleibt auf dem Vormarsch

Das klingt für dich im ersten Moment vielleicht komisch, doch noch gibt es Unternehmen, die sich auf eine postalisch gesendete Bewerbungsmappe festlegen. Der Trend geht aber auch 2015 noch weiter hin zur Online-Bewerbung. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die dir zur Verfügung gestellt werden:

  • Die Bewerbung über das Ausfüllen eines ersten Kontaktformulars
  • Das Ausfüllen von Kontaktformularen mitsamt dem Anhängen deines Lebenslaufes sowie deiner Zeugnisse
  • Das Versenden deiner Bewerbungsunterlagen als PDF im Anhang einer E-Mail

Der Vorteil: Beide Seiten können nicht nur eine Menge Geld, sondern ebenfalls eine Menge Zeit sparen. Du ersparst dir das Ausdrucken deiner Unterlagen, die beglaubigten Kopien deines letzten Schulzeugnisses, den Kauf von unzähligen Bewerbungsmappen, das Porto für das Verschicken der Bewerbung und letzten Endes auch den Gang zum Briefkasten. Die Firma hingegen spart sich den Platz, den die Mappen zunächst einnehmen würden, das Porto, um im Fall von Absagen die Mappen zurück zu senden und zudem können Personaler mit nur wenigen Klicks schneller die Unterlagen sichten.

Der Nachteil: Gerade beim Ausfüllen der Online-Formulare kann schnell einmal ein Fehler unterlaufen – einfach eine Zeile verrutscht beim Ausfüllen, oder aus Versehen Rechtschreibfehler gemacht etc.. Das Problem ist letztlich, dass du nicht unbedingt jemanden korrekturlesen lassen kannst und einmal verschickte Formulare werden direkt mit diesen Fehlern an die Personalverantwortlichen weitergeleitet. Ein weiterer Nachteil, ebenfalls im Bezug auf die Formulare, ist die mangelnde Möglichkeit, durch ein besonderes Layout oder ähnliches aus der Masse herauszustechen.

Viele Firmen sehen überdies hinaus bereits die eigentliche E-Mail als Anschreiben an, sodass du aufpassen musst, im Eifer des Gefechts keine Doppelungen aufkommen zu lassen. Hier besteht eine gesonderte Gefahr von Flüchtigkeitsfehlern.

Es gibt jedoch noch eine Gefahrenquelle, bei der du aufpassen musst: Viele Bewerber werden schnell übereifrig und verschicken Standardbewerbungen an alle in Frage kommenden Firmen – ohne einen konkreten Bezug zu dem Unternehmen herzustellen. Dieser Fehler sollte dir nach Möglichkeit nicht unterlaufen, da du letztlich nur mit einer individuellen Bewerbung überzeugen kannst.

Trend Nr. 2: Weit weg von dem Gedanken einer bloßen Mappe!

Gleichwohl du deine Bewerbung als Online-Bewerbung per E-Mail versendest, bleibt der Aufbau, beziehungsweise die Reihenfolge der Unterlagen, gleich einer normalen Bewerbungsmappe. Die folgenden Trends im Bereich der Bewerbungen lassen dich jedoch in ganz anderen Dimensionen denken:

Das Bewerbungsvideo

Hier kannst du deine Kreativität unter Beweis stellen, denn festgefahrene Standards wirst du nicht finden. Wichtig ist und bleibt im Endeffekt, dass du dich von deiner professionellen Seite zeigst – also Selfie-Videos von deinem Smartphone vermeidest. Das heißt aber zwangsläufig nicht, dass du selbst vor die Kamera treten muss. Die Alternative für deinen großen Auftritt sind Bewerbungsvideos im animierten Cartoonstil.

Der Vorteil: Mit dieser Bewerbung kannst du dich wirklich von der Masse abheben, denn allzu häufig bekommen es Recruiter damit noch nicht zu tun. Zudem ist das reine „Sehen“ eine gelungene Abwechslung zum beständigen Lesen von Bewerbungen.

Der Nachteil: Filmen ist seit jeher kein günstiger Spaß. Natürlich soll dein Bewerbungsvideo keine Hollywood-Produktion sein und sich lediglich über 2 bis max. 3 Minuten ziehen, doch auch die können kostspielig werden. Ebenso solltest du vorher genau überlegen, wie du dich präsentieren möchtest. Insofern du das Video ganz allgemein halten möchtest, kommst du auch an dieser Stelle nicht um das Mitsenden von einem Anschreiben sowie Lebenslauf herum.

Die Bewerbungshomepage

Eine eigene Homepage mit all deinen Daten und Unterlagen zum Download für Personaler – klingt zunächst machbar. Vermutlich hast du auch bereits erste Erfahrung in der Gestaltung eines eigenen Profils im Internet auf diversen Portalen (zum Beispiels myspace) machen können. Doch die Homepage von Bewerbern unterscheidet sich auch an diesem Punkt maßgeblich: Professionalität ist das A und O!

Der Vorteil: Eine Homepage für alle! Das heißt, du musst auf der Homepage nicht individuell auf jedes Unternehmen eingehen. Vielmehr funktioniert die Bewerbungshomepage wie eine digitale Plakatwand – nur, dass du eben mehr Informationen zu dir und deiner Person bereitstellen kannst. Ebenso bist du relativ frei und unbefangen in den Gestaltungsmöglichkeiten. Ebenso hast du die Möglichkeit, deine persönlichen Daten gesondert über Passwörter zu sichern, welche du Recruitern per E-Mail senden kannst.

Der Nachteil: Wenn du dich nicht mit der Gestaltung von Internetseiten auskennst, wirst du an diesem Punkt vor einem Problem stehen – oder du beschaffst dir ein geeignetes Programm dafür. Die Frage ist, ob du die Zeit investieren möchtest, um das zu lernen, oder ob du die Zeit nicht eher für die Vorbereitung und das Schreiben von Bewerbungsunterlagen aufbringen möchtest? Ebenso solltest du ein paar Grundkenntnisse haben im Bezug auf die Frage „Wie kann man mich innerhalb von Suchmaschinen finden?“, ansonsten kann es leicht geschehen, dass du dir die Mühe für die Gestaltung einer Homepage gemacht hast – aber keiner sie jemals finden wird. Überdies hinaus musst du dich mit Hostinggebühren sowie entsprechenden Anbietern und der Frage auseinander setzen, ob dein eigener Domainname noch frei ist, sodass diese Alternative auch nicht unbedingt günstig für dich wird.

Die Bewerbungspräsentation

Denke bitte nicht an die typischen PowerPoint -Präsentationen, sondern lieber in die Richtung von Flash-Präsentationen. Es gibt hierbei verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung. Im Prinzip jedoch wird der Betrachter einer solchen Präsentation über verschiedenen Ebenen immer weiter mit kleinen Animationen an ein bestimmtes Thema herangeführt, ohne dabei an den „Klick und nächste Folie“-Punkt zu gelangen.

Der Vorteil: Die Präsentationen lassen sich leicht bearbeiten, sodass du wirklich individuell für jede Firma eine solche zusammenstellen kannst. Überdies gibt es Anbieter, wie beispielsweise Prezi, welche dir kostenlos die Erstellung einer solchen Präsentation ermöglichen. Im Vergleich zu dem Bewerbungsvideo sowie der Bewerbungshomepage handelt es sich demnach um eine recht kostengünstige Alternative.

Der Nachteil: Gerade dann, wenn du dich nicht mit der Gestaltung von Flash-Präsentationen auskennst, kann der erste Versuch etwas länger dauern. Ebenso musst du dir darüber im Klaren sein, was du wie in dieser Präsentation unterbringen möchtest – zu viele Informationen können den Betrachter erschlagen, zu wenige enttäuschen. Zudem frag dich: Möchtest du die Präsentation als einziges Bewerbungsinstrument einsetzen, oder als Unterstützung für die weiteren Unterlagen? Dementsprechend solltest du die Informationen zu deiner Person in der Präsentation einbringen.

Trend Nr. 3: Such nicht nur, sondern lass dich auch finden!

Gemeint sind in diesem Zusammenhang sogenannte „Business Netzwerke“, auf welchen du dir ein Profil erstellen kannst, um nicht nur nach potenziellen Arbeitgebern zu suchen sondern auf denen du dich ebenfalls als Bewerber präsentieren kannst – wie zum Beispiel AZUBIYO. Gerade 2015 geht der Trend dahin, dass genau diese Netzwerke weiter an Popularität gewinnen.

Der Vorteil: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass du als Bewerber von diesen Netzwerken profitierst, da du nicht nur nach zu dir passenden Stellenangeboten Ausschau halten kannst. Firmen können dich über ein Matching ebenfalls als geeigneten Kandidaten finden. Zusätzlich hast du dort die Möglichkeit dich über Firmen zu informieren und gelangst durch eine regionale Suche zu Betrieben, auf die du sonst nicht gekommen wärst.

Der Nachteil: Der erste Eindruck zählt bekanntlich – so ist es auch in diesem Fall. Entgegen deinem Profil auf sozialen Netzwerken wie Facebook etc., geht es hier darum zu zeigen, dass du als potenzieller Azubi oder Werkstudent Professionalität beweisen kannst. Dementsprechend kannst du dir selbst leicht ein falsches Image verpassen, indem du ein selbstgemachtes Selfie als Profilbild verwendest, eine unseriöse E-Mail Adresse bei deinen Kontaktdaten angibst (zum Beispiel hotbunny@xy.com oder ähnliches) sowie fehlende oder falsche Angaben machst.

Welchem Trend du folgen möchtest, bleibt letztlich dir überlassen.

Über die Autorin

Neben ihrem Studium für den Master Medienkultur ist Bernadette Seiler seit Mai 2014 für Die Bewerbungsschreiber in Bochum tätig. Dort berichtet sie über Neuigkeiten rund um das Thema Bewerbung und Karriere, hat den Ausbildungs Atlas für die Berufsorientierung von Schülern ins Leben gerufen und setzt sich in Interviews mit Experten zu interessanten Karrierethemen auseinander.

Gastautor Gastautor

(13 Beiträge)

Um dir noch mehr spannende Infos, Praxiseinblicke, Tipps & Ratschläge präsentieren zu können, holen wir uns Experten, die in Gastbeiträgen ihr Wissen mit uns und dir teilen.


Kommentare

  1. Liebes azubiyo-Blogteam,

    für Eure Leser vielleicht interessant:

    Wir von Kexpa haben kürzlich eine Umfrage zu einer Bewerbung über persönliche Kontakte durchgeführt (mehr Infos folgen). Gerade zu eurem Trend Nr. 3 ganz treffend:
    55% der Stellen, die über persönliche Kontakte vergeben werden, werden dem Suchenden angeboten!
    Insofern auch von uns die Bestätigung – Netzwerken zahlt sich bei der Suche aus. Vor allem bei der Zeit, die man in die Stellensuche reinsteckt. Man sollte bloß geduldig sein. Der Nutzen kommt zum Großteil unerwartet :)

    Beste Grüße,
    Bartek

    11. März 2015 um 11:57
  2. Netzwerke und Communitys sind im Aufwind! Sicherlich auch bei der Jobsuche. Nun ist jedoch nicht jeder auf derselben Schiene unterwegs, obwohl Ihre Zahlen eine deutliche Sprache Sprechen!

    Ob Haupt- oder Nebenberuflich merken wir immer mehr, dass ganze Dossiers aussterben und von den Arbeitgebern je länger je mehr „ignoriert“ werden oder gleich direkt eine Online-Bewerbung angefordert wird.
    Die Online Bewerbung ist mittlerweile, sicherlich die meistgewählte Variante.

    15. Mai 2015 um 12:30
  3. Vor allem junge Leute, die sich für eine Ausbildung bewerben, können bereits mit einem Top-Layout hinsichtlich Anschreiben, Lebenslauf und Deckblatt glänzen und sich so ganz entscheidend positiv von den Mitbewerbern abheben. Dabei ist natürlich auch der Inhalt in diesen Dokumenten sehr entscheidend. Aber ich weiß aus meiner Erfahrung, dass viele Absolventen (nach der Schule) die Bewerbung auf leichte Schultern nehmen und es schon an einer überzeugenden Gestaltung sehr mangeln lassen. Zudem sind dann auch noch Anschreiben und Lebenslauf voller Rechtschreib-, Grammatik- und Formfehler, die einen Personaler sofort bereits abschrecken.

    17. Juli 2015 um 21:42

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