Wortherkunft (6): Müller

Ob Schneider, Wagner oder Zimmermann, Bauer, Schmidt oder Fischer: Die häufigsten Familiennamen in Deutschland sind zugleich Berufsnamen – also Namen, die von Berufsbezeichnungen abgeleitet sind. Wir haben uns einen der häufigsten Nachnamen herausgepickt und nachgeforscht, was dahinter steckt:

 

Als Müller wurde in früheren Zeiten nicht nur jemand bezeichnet, der eine Mühle besaß, sondern auch ein Handwerker, der beispielsweise Mehl oder Öle herstellte.

Wahrscheinlich handelt es sich bei Müller um ein Lehnwort aus dem Lateinischen. Das heißt, man übernahm die lateinische Bezeichnung für den Müller, nämlich molinarius einfach in die deutsche Sprache. Im lateinischen molinarius steckt das lateinische Wort für Mühle, nämlich molina. Demnach ist der molinarius wörtlich „der, der zur Mühle gehört“, also wohl „der, der eine Mühle besitzt“ oder „der, der mahlt“. Aus molinarius wurde das deutsche Wort mulinari, entwickelte sich dann weiter zu mülnaere und mülner und schließlich dem heutigen Müller.

Auch heute noch gibt es das Handwerk des Müllers. Der entsprechende Ausbildungsberuf heißt Müller – Verfahrenstechnologe in der Mühlen- u. Futtermittelwirtschaft.

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Michaela Michaela

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Kommentare

  1. […] Wortherkunft (6): Müller   Was dich auch interessieren könnte:Der Weihnachtsfeier-Knigge: Was darf ich und was nicht? […]

    10. Januar 2013 um 10:26
  2. […] Wortherkunft (6): Müller […]

    14. Mai 2013 um 12:23

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