AZUBIYO Blog: Online-Magazin für Bewerbung & BerufswahlAusbildungVielseitiges Berufsbild: von High-Tech bis Styling

Vielseitiges Berufsbild: von High-Tech bis Styling

Matthias Müller

Matthias Müller, Landesinnungsmeister und Vorsitzender des SWAV

Matthias Müller (47) ist Landesinnungsmeister der Augenoptiker-Innung Baden-Württemberg und Vorsitzender des Südwestdeutschen Augenoptiker-Verbands (SWAV). Extra für Schüler und Auszubildende hat der SWAV die Internetseite be-optician.de erstellt. Im Interview gibt Matthias Müller AZUBIYO einen Einblick in die Ausbildung zum Augenoptiker und über die Weiterbildungsmöglichkeiten.

AZUBIYO: Was zeichnet den Beruf des Augenoptikers aus?
Bei circa 40 Millionen Brillenträgern in Deutschland ist der Beruf des Augenoptikers heute und auch in Zukunft gefragt und bietet viele Karriere-Chancen. Die Anforderungen an die Augen nehmen zum Beispiel durch die vermehrte Zeit, die wir vor dem Computer verbringen, immer mehr zu.

Der Beruf selbst ist sehr vielfältig – von der Styling-Beratung bis zu handwerklich-technischen Aufgaben. Der Augenoptiker berät die Kunden, braucht Einfühlungsvermögen und Verkaufstalent. Mit viel modischem Gespür wird die jeweils beste Brille für den Kunden gesucht: Ist das Gesicht rund oder eckig? Kommt die Augenfarbe gut zur Geltung? Welche Kleidung bevorzugt der Kunde und welchen Beruf hat er? All diese Aspekte fließen in die Beratung ein.

In der Ausbildung spielen Mathe und Physik eine große Rolle. Handwerkliches Geschick ist notwendig: Brillen müssen repariert und Gläser geschliffen werden. Das kann der geübte Augenoptiker mit wenigen Handgriffen leisten. Natürlich gibt es auch in unserer Branche immer neue Trends und technische Innovationen – da muss man am Puls der Zeit bleiben und sich ständig weiterentwickeln.

AZUBIYO: Was ist das Spannende an der Ausbildung?
Eben dieses breite Spektrum. Als Azubi lernt man innerhalb von 3 Jahren die erwähnten Bereiche Schritt für Schritt kennen. Außerdem erhalten Azubis Einblicke in die betriebswirtschaftlichen Abläufe eines Augenoptiker-Geschäftes. Hier spielt auch der Bereich Werbung, Schaufensterdekoration usw. eine Rolle.

AZUBIYO: Sind die Verdienstmöglichkeiten gut?
Für die Ausbildung hat jedes Bundesland, entweder einzeln oder mit anderen Bundesländern zusammen, eigene Ausbildungsvergütungen festgelegt. Ein Azubi im 2. Lehrjahr verdient in Baden-Württemberg beispielsweise 500 Euro pro Monat. Im 3. Ausbildungsjahr reicht das Gehalt bis zu 670 Euro. Ab dem Jahr 2015 wird die Ausbildungsvergütung im Gebiet des SWAV angehoben, also in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Auch im späteren Berufsleben variiert das Gehalt eines Augenoptikers je nach Bundesland und Berufserfahrung. Will man mehr verdienen und mehr Verantwortung tragen, gibt es Möglichkeiten der Weiterbildung.

AZUBIYO: Welche Weiterbildung bietet sich denn an?
Nach 3 Jahren Ausbildungszeit und bestandenen Prüfungen, können die fertigen Azubis zum Beispiel den Augenoptiker-Meister machen. Als Meister kann man einen eigenen Laden eröffnen – oder auch ohne Abitur zum Studium zugelassen werden und ein Bachelor- Master-Studium machen.

Und es gibt noch Möglichkeiten der Spezialisierung beispielsweise als Sportoptiker: Der berät Skifahrer, Marathonläufer und Tennisspieler, die für ihren Sport besondere Brillen brauchen. Andere Optiker spezialisieren sich auf die Anpassung von Kontaktlinsen.

AZUBIYO: Was würden Sie Schülern raten, die sich für die Ausbildung zum Augenoptiker interessieren?
Für die Berufswahl ist es natürlich wichtig, sich mit den Anforderungen und Voraussetzungen der jeweiligen Stelle auseinanderzusetzen. Für die Ausbildung zum Augenoptiker sollten Schüler einen guten Hauptschulabschluss oder bessere Qualifikationen mitbringen. Ansonsten Gespür für Mode und Trends, technisches Geschick und Aufgeschlossenheit gegenüber Kunden.

Ob der Beruf das Richtige ist, erfahren Interessierte durch ein Praktikum in einem Augenoptiker-Betrieb. Auf unserer Webseite be-optician.de stellen wir demnächst eine Praktikumsbörse online. Durch ein Praktikum können Schüler schon Praxis-Erfahrung sammeln, bevor sie sich bewerben. Das erhöht später die Chancen auf eine Ausbildungsstelle.

AZUBIYO: Vielen Dank für das Interview!

Du erhältst weitere Infos über die Augenoptiker-Ausbildung bei be-optician.de. Auf der Facebook-Seite trifft sich die Augenoptiker-Community zum Austausch.

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