AZUBIYO Blog: Online-Magazin für Bewerbung & BerufswahlAusbildungWer hat Angst vorm schwarzen Mann? Keiner, keiner…

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Keiner, keiner…

… denn der – pardon, natürlich auch sie – macht den Schornstein rein, und bringt Glück – sagt man. Aber warum ist das so? Glücksbringer Der Schornsteinfeger wird auch Rauchfangkehrer, Schlotkehrer, Kaminfeger und Feuermauerkehrer genannt. Er sorgt dafür, dass der Kamin frei ist. Wäre er verstopft, dann könnte der Ruß sich entzünden und die Bewohner mit Rauch und Gas vergiften. Früher bestanden die Häuser meist aus Holz, und ein brennendes Haus im Ort konnte das halbe Dorf niederbrennen. Durch einen gereinigten Schornstein (auch Schlot, Kamin, Esse genannt) können Rauch und Gas entweichen. Der Schornsteinfeger hat durch seine Arbeit schon vielen Menschen das Leben und den Wohnort gerettet. In der heutigen Zeit berät er zudem Häuslebauer, wie sie Brände verhindern können, z.B. wie weit entzündbares Material vom Ofen weg sein muss. Reicht das nicht aus, um ein Glücksbringer zu sein? Nicht ganz, etwas Mystisches muss schon her. Charakteristisch für den Schornsteinfeger ist seine schwarze Kleidung. Bedeckt mit Ruß sah er für die Menschen damals aus wie der Teufel, deshalb traute man ihm zu, dass er den Teufel oder andere böse Geister bezwingen könnte. Dass er heutzutage vor allem zur Jahreswende als Glücksbringer in Form von Karten und Figuren auftaucht, liegt daran, dass der Schornsteinfeger früher an Neujahr seine Rechnungen austrug und als erster Gratulant mit Neujahrswünschen vor der Tür stand.

Woher aber kommt das Wort „Schornsteinfeger“?

„Schorn“ ist wahrscheinlich abgeleitet von schorren ´hervorragen` und „Stein“ bedeutete damals „Mauerwerk oder Gebäude aus Stein“. Demzufolge ist der Schornstein also ein Mauerwerk, das hervorragt. Und derjenige, der den Ruß rauskehrt bzw. rausfegt, ist dann der Schornsteinfeger. Übrigens: Es gibt auch braune Schornsteinfeger und die können sogar fliegen… Namensvetter dieses Handwerkers ist ein brauner Schmetterling.

Ausbildungsberuf- Fakten und Infos

Mehr als 700 Azubis begannen 2009 ihre 3jährige Schornsteinfeger-Ausbildung, davon waren mehr als 90% männliche Auszubildende. Rechtlich ist für die Ausbildung zum Schornsteinfeger / zur Schornsteinfegerin kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis wurden 29% Hauptschüler, 60% Realschüler, 10% Abiturienten und 1% ohne Schulabschluss eingestellt. Im ersten Ausbildungsjahr liegt die Ausbildungsvergütung etwa bei 473 Euro, im zweiten Jahr sind es 552 Euro und im dritten Jahr 631 Euro.

Tag der Schornsteinfeger 20. Oktober

Motto „Yes, we kehr!“ Der 20. Oktober steht in diesem Jahr erstmals ganz im Zeichen des Schornsteinfegerhandwerks. Unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen öffnen Fachbetriebe, Innungen und Verbände ihre Türen und stellen sich vor. Der Tag des Schornsteinfegers soll künftig jedes Jahr am 20. Oktober stattfinden und mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen jährlich neue Akzente setzen. Im Jahr 2010 startet die Initiative unter anderem mit dem Thema „Ein Handwerk im Wandel – so wandelbar ist unser Handwerk.“ Denn mittlerweile hat sich das Schornsteinfegerhandwerk von einem traditionellen Handwerksberuf zu einem komplexen Berufsmodell entwickelt. In einigen Regionen sammeln Schornsteinfeger nach dem Motto „Yes, we kehr“ außerdem für wohltätige Zwecke. Schüler und Schulabsolventen haben am 20. Oktober die Gelegenheit, Berufskunde live zu erleben und gleich zu testen, ob die Ausbildung zum Schornsteinfeger auch für sie Perspektiven bietet. Weitere Informationen zum Tag des Schornsteinfegers gibt es unter www.schornsteinfeger.de.

Bianca Bianca

(92 Beiträge)

Hallo, ich bin Bianca und bin verantwortlich für die Online-Redaktion bei AZUBIYO. Ich habe Linguistik, Literatur und Pädagogik in München studiert und das Thema „Jugendsprache" in meiner Magisterarbeit untersucht. Ich liebe VW Bullis (T1-T3), Skandinavien, Irland & Schottland und schreibe gern über die Themen Bewerbung & Berufswahl.


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