AZUBIYO Blog: Online-Magazin für Bewerbung & BerufswahlAusbildungNeuordnung der Ausbildungsberufe: Berufe-Aus für Revolverdreher und Drahtzieher

Neuordnung der Ausbildungsberufe: Berufe-Aus für Revolverdreher und Drahtzieher

„Damals war alles besser“ – was ihr vermutlich von euren Großeltern schon oft gehört habt,  scheint sich einmal mehr zu bewahrheiten. Dieses Mal geht es allerdings nicht um das Benehmen der heutigen Jugend, sondern um die letzten Rebellen der Metallbranche. Wem nicht geläufig ist, wer in der Metallbranche besonders aufrührerisch zu Werke geht, der hat wohl noch nichts vom Revolverdreher gehört. Doch weil die Zeit des Wilden Westens Vergangenheit ist, wurde beschlossen viele Berufe neu zu ordnen und umzubenennen.

Folgende veraltete Berufe werden zukünftig als Fachkraft für Metalltechnik bezeichnet:

  • Drahtzieher
  • Drahtwarenmacher
  • Fräser
  • Schleifer
  • Metallschleifer
  • Gerätezusammensetzer
  • Kabeljungwerker
  • Maschinenzusammensetzer
  • Teilezurichter
  • Federmacher
  • Revolverdreher

Da darf sich dann wohl nur noch Frau Holle als Federmacherin bezeichnen.

Auch inhaltlich hat sich was getan. Ab dem 3. Jahr, abhängig von der Fachrichtung, kann die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik in bestimmten Schwerpunkten weitergeführt werden. Die zweijährige Fachkraft-Ausbildung wird dann als Grundstock angerechnet für die Weiterbildung zum Fertigungsmechaniker oder Stanz- und Umformmechaniker.

Doch trotz der vielen Neuerungen, eines bleibt bestehen: „Metaller“ sind auch mit anderem Namen stets gern gesehen!

Nicht nur die „Metaller“ hat’s „erwischt“, die Neuordnung der Berufe machte auch keinen Halt davor den Dekorvorlagenhersteller, Fotolaborant und Fotomedienlaborant in den Ausbildungsberuf Mediengestalter Digital und Print zu integrieren.

Der frühere Orthopädiemechaniker und Bandagist musste ebenso weichen, ab sofort gibt es nur noch den Orthopädietechnik-Mechaniker mit Schwerpunkten Prothetik, individuelle Orthetik sowie individuelle Rehatechnik.

Zur Freude des landwirtschaftlich-technischen Laboranten ist der grüne Daumen nun auch im Namen erkennbar – er wurde zum Pflanzentechnologen benannt und berücksichtigt die Fortschritte bei Pflanzenzucht und Pflanzenvermehrung sowie ökologische Zusammenhänge.

Und wer sich den Spruch „in vino veritas“ auch beruflich zu Herzen nahm, wird zukünftig nicht mehr als Weinküfer, sondern als Weintechnologe bezeichnet!

Durch die Neuordnung sind also nicht nur die Tage des Drahtziehers gezählt. Wer die Fäden dennoch nicht aus der Hand geben möchte, der muss wohl im Marionettentheater die Puppen tanzen lassen.

Falls ihr wissen wollt, was es noch für Berufe gibt, klickt euch doch einfach mal in unserem Berufe-Lexikon durch! – http://www.azubiyo.de/berufe

Mathias Mathias

(3 Beiträge)

Hallo lesefreudiger Mensch! Ich schreibe für euch gelegentlich Blog-Artikel, um etwaige Bildungslücken zu schließen :) Kritik und Feedback sind natürlich immer erwünscht! Viele Grüße, TC


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