AZUBIYO Blog: Online-Magazin für Bewerbung & BerufswahlAusbildungMysterium Internat – Was steckt wirklich dahinter?

Mysterium Internat – Was steckt wirklich dahinter?

Unsere Schulpraktikantin JohannaMeistens fasziniert uns das, was wir nicht kennen… Auch unserer Schulpraktikantin Johanna geht das so. Wie die meisten Schüler in Deutschland, besucht sie eine ganz normale Schule, fährt nachmittags nach Hause, trifft sich mit Freunden oder verbringt den Abend bei ihren Eltern. Aber es gibt auch Schüler, die leben nicht bei ihren Eltern, sondern in einem Internat. Was genau ein Internat ist und wie das Leben in einem Internat abläuft, hat sich Johanna deshalb einmal genauer angeschaut.

Für mich hatte ein Internat immer etwas Geheimnisvolles. Denn wer kennt nicht Hanni und Nanni oder Harry Potter und deren zahlreiche Geschichten über das Internatsleben. Aber wie nah kommt dieses Bild an die Realität heran? Kann man alles glauben, was einem in Filmen oder Geschichten erzählt wird?

Das Internat

Ursprünglich entstanden sind Internate im 19. Jahrhundert. Sie leiten sich von dem lateinischen Wort „internus“ (deutsch: im Inneren befindlich, vertraulich) ab. Heute dienen sie hauptsächlich dazu, Eltern zu helfen und sie zu unterstützen. Einerseits sollen sie die Kinder pädagogisch fördern, sie schulisch intensiver betreuen und einen Teil der Erziehung übernehmen. Andererseits sollen die Schüler in einer Gemeinschaft aufwachsen und sich im Internat wohlfühlen. Es hat deshalb wenig Sinn, wenn Eltern ihre Kinder zwingen ein Internat zu besuchen. Und auch die die anfangs noch zweifeln, fühlen sich in einem Internat rasch wohl und freunden sich schnell mit dem neuen Zuhause an.

Was für Gründe gibt es, dass Eltern ihre Kinder auf ein Internat schicken?

  • Sie sind von der Art und Weise, wie die Leute dort mit der Erziehung der Kinder umgehen, begeistert, und hoffen, dass es ihren Kindern dort besser geht als zu Hause.
  • Eltern haben zu wenig Zeit für ihre Kinder.
  • Sie wohnen zu weit weg von einer Schule, so dass der Besuch eines Internats notwendig ist.
  • Eltern, die mit der Situation nicht umgehen können, dass ihre Kinder hochbegabt, schwer erziehbar oder lerngestört sind. Diese geben die Erziehung lieber in professionelle Hände, die mit der Problemlage besser umgehen können.

InternatsschülerinGründe der Kinder ein Internat zu besuchen

  • Sie wurde in ihrer alten Schule gemobbt oder haben sich mit keinem Gleichaltrigen wirklich gut verstanden, und möchten nun die Möglichkeit ergreifen die Schule zu wechseln und neue Freunde zu finden.
  • Sie haben Probleme mit den Eltern und schaffen es nicht, diese zu lösen.
  • Die Eltern haben wenig Zeit.
  • Man ist ein Einzelkind und vermisst die Gemeinschaft Gleichaltriger.

Die Fakten

Vorteile im Internat:

  • Der Unterricht findet oft in kleineren Klassen statt
  • Die individuelle Förderung
  • Die Integration von Außenseitern
  • Die Persönlichkeitsbildung durch das Gemeinschaftsleben

Nachteile im Internat:

  • Die Überbetonung des Bildungs- und Erziehungsbegriffs
  • Die mangelnde wissenschaftliche Kontrolle
  • Die Überbewertung der therapeutischen bzw. sozialpädagogischen Funktion
  • Der Umgang mit sozialen Zeiterscheinungen

Verschiedene Arten von Internaten:

  • Internate für allgemein oder in bestimmten Fächern hochbegabte Schüler
  • Internate mit spezieller religiös-weltanschaulicher oder pädagogischer Prägung, z.B. Waldorf-Internate oder Montessori-Internate
  • Chorinternate
  • Internate für Hochbegabte mit gleichzeitig psychischen Störungen
  • Heilpädagogisch orientierte Internate

Es gibt rund 300 Internate in Deutschland, auf die ca. 10.000 Schüler gehen.

Der Tagesablauf

Ein Tagesablauf im InternatDas könnte ein gewöhnlicher Tagesablauf sein, wenn du ein Internat besuchst. Ich hab ihn mal mit meinem Tagesablauf verglichen um zu sehen, welche Unterschiede es wirklich gibt. Wenn man ihn mal so überfliegt, fallen einem auf den ersten Blick keine großen Unterschiede auf. Doch es gibt welche!
Zum einen hast du immer geregelte Essenszeiten, die du einhalten solltest. Zuhause hingegen kannst du diese mit deiner Familie absprechen oder dir frei einteilen. Außerdem ist es dir selbst überlassen, welche Sportart du betreibst, wann dafür die Trainingszeiten sind, um wie viel Uhr du lernen und wann du ins Bett gehst willst. Doch beide Tagespläne haben ihre Vor- und Nachteile und man muss sich nur daran gewöhnen.

Ein Vorteil des Lebens im Internat ist, dass man in einer großen Gemeinschaft lebt, in der man ständig eingebunden wird. Man lernt neue Freunde kennen, hat viel Kontakt mit Gleichaltrigen und hat dennoch Zeit für sich.
Wenn man sich jetzt mal all diese positiven Aspekte anschaut, überlegt sich bestimmt der ein oder andere, warum er nicht auf ein Internat gehen sollte. Doch dann fällt es einem wieder ein.

Es ist sehr teuer und die Eltern können es nicht bezahlen. Doch stimmt das wirklich?
Schülerin vor InternatDie  Gebühren für den Besuch eines Internates belaufen sich auf monatlich 300 € bis 3000 €. Das hängt davon ab, in welcher Unterbringung man ist, welche Verpflegung und welches Freizeitangebots man in Anspruch nimmt. Das stimmt, das ist nicht gerade wenig. Ist es dir aber ernst mit deinem Wunsch, ein Internat zu besuchen, gibt es Stipendien und staatliche Förderprogramme, die dir bei der Finanzierung helfen können.

Hier findet ihre ein paar Internat Vorschläge:

  • Internat Schloss Reichersbeuern
  • Schloss Torgelow
  • Gut Falkenberg
  • Villa Wewersbusch

Wenn ihr ein Internat besucht oder eine ganz normale Schule und ihr nicht wisst, was ihr nach eurem Schulabschluss machen wollt, dann findet eure Stärken bei dem kostenlosen Stärkentest heraus und lasst euch passende Ausbildungsstellen anzeigen.

Redaktion Redaktion

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