Die 7 goldenen Regeln der Berufswahl

Julia, Schulpraktikantin bei AZUBIYO

Unsere Schulpraktikantin Julia hat sich einmal Gedanken über ihre Berufswahl gemacht und ist dabei auf 7 goldene Regeln gestoßen. Diese stellt sie euch hier vor:

Jeder wird früher oder später vor der Berufswahl stehen und hat die „Qual der Wahl“. „Was soll ich werden?“ ist die wohl meist gestellte Frage, die einen schon vor dem Schulabschluss beschäftigt. Es gibt so eine riesige Bandbreite an Berufen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Wie soll man sich da nur entscheiden? Nun möchte ich meine persönlich zusammengestellten „7 goldenen Regeln der Berufswahl“ vorstellen.

1. Regel: Suche dir eine Fachrichtung aus
Zuerst solltest du dir überlegen, in welche Richtung du gehen möchtest, damit du die Vielzahl an Berufen schon mal reduzieren kannst. Soll es ein kaufmännischer, technischer, naturwissenschaftlicher oder ein sozialer Beruf sein? Somit kannst du schon mal eine große Zahl an Berufen ausschließen.

Kaufmännisch | Technisch | Naturwissenschaftlich | Sozial | IT & Elektrotechnik | Hotel & Gastro

2. Regel: Entscheide dich für ein passendes Arbeitsumfeld
Das richtige Arbeitsumfeld?Dies ist eine der wichtigsten Regeln, denn jetzt geht es um das Wohlfühlen am Arbeitsplatz. Jeder stellt sich sein Arbeitsumfeld anders vor. Manche möchten lieber in einem Büro sitzen, andere bevorzugen es im Freien zu arbeiten.

Einer aus meiner Klasse hat im ersten Halbjahr der 11. Klasse ein Praktikum gemacht und hat uns erzählt, dass er jeden Tag an einem anderen Platz saß. Dort hat jeder Mitarbeiter sein eigenes „Köfferchen“, mit dem er jeden Tag seinen Arbeitsplatz wechseln muss. Auch darüber sollte man sich genauestens informieren, denn für einen Arbeitsplatzwechsel, der jeden Tag stattfindet, muss man doch sehr flexibel sein.

Büro | Werkstatt | Labor | Messen | Baustelle | Im Freien | Mit Lieferwagen oder LKW unterwegs | Personenbeförderung | Laden | Atelier | Gastronomie | Arztpraxis

3. Regel: Denke gut über die Arbeitszeiten nach
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Arbeitszeit. In einigen Berufen, besonders in Pflegeberufen, muss man oft eine Spätschicht einlegen und diese kann auch mal bis spät in die Nacht gehen. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass man auch am Abend oder gar in der Nacht arbeitet.

Die richtige Arbeitszeit?Ähnlich ist es mit der Samstagsarbeit, die auch in einigen Berufen erforderlich ist. Ist man dafür geeignet sein Wochenende zu verkürzen?

Möchtest du in einen Beruf einsteigen, in dem man viel unterwegs ist? Eine Geschäftsreise hier, eine Geschäftsreise dort. Beachte auch dies bei deiner Berufswahl.

Nachtarbeit | Sonn- und Feiertagsarbeit | feste Arbeitszeit | flexible Arbeitszeit | Schichtdienst

Dienstreisen nur in Ausnahmefällen | Gelegentliche Dienstreisen | Mehrtägige Dienstreisen | Mehrwöchige Dienstreisen

4. Regel: Ist der Verdienst genug?
Bei dem Verdienst kommt es zuerst darauf an, in welchem Bundesland du wohnst. Bei der Bezahlung wird unterschieden zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Wobei man in den alten Bundesländern mehr (in manchen Fällen gleich viel) als in den neuen Verdienst genug?verdient. Auf der Seite des Bundesinstituts für Berufsbildung kannst du dich informieren, wie viel du in dem Beruf, den du dir vorstellst, verdienen würdest.

Denke daran, dass du von deinem Verdienst leben können und einiges bezahlen musst, wie zum Beispiel die Wohnungsmiete.

Hier gibt’s weitere Infos: Ausbildungsvergütung | Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)Gehalt in der Ausbildung

5. Regel: Wie stehen deine Chancen eine Ausbildung zu bekommen?
Als nächstes solltest du dir Gedanken darüber machen, wie deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen. Jeder Schüler bekommt weiche Knie, sobald das letzte Schuljahr dem Ende zugeht und man sich entscheiden muss. Denn schließlich hängt die Zukunft davon ab. Dabei kann dir am Besten das AZUBIYO-Meter helfen. Liegt die Kurve unterhalb der Linie und somit im grünen Bereich, hast du gute Chancen, da das bedeutet, dass es in den vergangenen Jahren mehr Stellen als Bewerber gab. Ist die Kurve direkt auf der Linie, heißt das, dass das Verhältnis ausgeglichen ist. Liegt die Kurve allerdings oberhalb der Linie und somit im roten Bereich, musst du dich auf viel Konkurrenz einstellen.

6. Regel: Überlege, in welche Art von Unternehmen du einsteigen möchtest
In welchem Unternehmen möchtest du arbeiten? Soll es ein großes sein, in dem du Aufstiegschancen nach ganz oben hast? Oder wählst du lieber das kleine und familiäre, in dem man jeden mit dem Namen kennt. Apropos „familiär“… Wie sieht es mit dem eigenen Familienbetrieb aus? Und dann tut sich die nächste Frage auf: Soll man sich bei einem neu gegründeten (Start-up) oder einem alt bewährten Unternehmen bewerben? Jedes der Unternehmen hat sicherlich seine Vorteile, aber auch Nachteile. Berücksichtige auch dies bei der Berufswahl.

großes Unternehmen | kleines Unternehmen | neu gegründetes Unternehmen | alt bewährtes Unternehmen | Familienunternehmen

7. Regel: Kannst du dir vorstellen den Beruf wirklich lange auszuüben?
Und nun zum Ende hin solltest du dir natürlich im Klaren sein, ob du den Beruf, den du dir jetzt ausgesucht hast, auch wirklich vorstellen kannst lange auszuüben. Es sollte nicht nur ein „Anflug von Begeisterung“ sein. Passt der Beruf, den du dir ausgesucht hast zu deinen Stärken und Eigenschaften? Auch dabei kann dir AZUBIYO mit seinem Eignungstest behilflich sein.

Ich werde nach meinem Fachabitur ebenfalls ein Auswahlverfahren starten.

Und jetzt nochmal in der Zusammenfassung
1. Schritt: Fachrichtung aussuchen
2. Schritt: Arbeitsumfeld wählen
3. Schritt: Arbeitszeiten beachten
4. Schritt: Verdienst
5. Schritt: Chancen auf den Ausbildungsplatz
6. Schritt: Art des Unternehmens
7. Schritt: „Anflug von Begeisterung oder Traumberuf?“

Und jetzt wünsche ich dir alles Gute bei deiner Berufswahl und hoffe du entscheidest dich richtig! :)

Redaktion Redaktion

(109 Beiträge)

Hier schreibt das Redaktionsteam von AZUBIYO für dich.


Kommentare

  1. Thomas Thaler

    Guten Tag Julia,

    der Artikel bietet gute Basics für Berufseinsteiger. Praktika werden oft unterschätzt oder gar nicht gemacht. Diese sind wichtig um das Umfeld des Berufs kennen zu lernen – wie sind die Arbeitsbedingungen,ect…

    Perspektiven werden in den Schulen zu selten angesprochen. Zu den Jobprognosen gibt es gute Zahlen: http://karriere-mit-stil.trust-wi.de/2012/05/job-zukunftsprognose-bis-2022/

    Wichtig ist bei Erhebungen und Studien immer auf Quellen zu achten.

    WISSENSCHAFTLICHE oder ÖFFENTLICHE Herausgeber sind zu bevorzugen.

    Allen Lesern viel Erfolg im Berufsleben
    Thomas Thaler

    13. Oktober 2012 um 20:18

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